Innovativer Spind für Kitas aus Kamp-Lintfort
In einem kleinen, gemütlichen Tischlereibetrieb in Kamp-Lintfort hat sich ein Tischler der Herausforderung angenommen, die Aufbewahrungsmöglichkeiten in Kitas zu verbessern. Vielleicht hast du selbst schon mal in einem Kindergarten oder einer Kita gesehen, wie chaotisch es manchmal zugehen kann. Überall liegen Jacken, Rucksäcke und Spielzeuge herum. Der Tischler, nennen wir ihn einfach Lars, wollte Ordnung schaffen.
Lars hatte die Idee für einen speziellen Spind, der nicht nur funktional ist, sondern auch ansprechend aussieht. „Ich wollte einen Spind entwickeln, der die Kinder anspricht und gleichzeitig den Erziehern das Leben erleichtert“, erzählt er. Und so begann er, seine Pläne zu skizzieren.
Der Prozess
Die ersten Entwürfe waren einfach, aber Lars wusste, dass er mehr als nur einen einfachen Schrank gestalten wollte. Über mehrere Wochen hinweg probierte er verschiedene Designs aus, sprach mit Erziehern und Eltern, um herauszufinden, was wirklich gebraucht wird. „Ich hab viel Feedback erhalten. Die Erzieher legten Wert auf Robustheit und Sicherheit, während die Kinder etwas Lustiges und Farbliches wollten“, sagt Lars mit einem Lächeln.
Nach unzähligen Skizzen und Modellen entschied sich Lars für ein Design, das die Bedürfnisse von beiden Seiten vereint. Der Spind ist aus massiver, langlebiger Buche gefertigt und hat spezielle Fächer für Jacken, Mützen und Schuhe. Zudem hat er eine bunte, kinderfreundliche Oberfläche, die die Kleinen zum Öffnen und Benutzen einlädt.
Lars selbst hat viele Kinder im Familien- und Freundeskreis, was ihm eine gute Perspektive eröffnet hat. „Ich erinnere mich gut daran, wie chaotisch es bei uns war. Jeder hatte seinen eigenen Platz, und trotzdem war es immer ein Durcheinander.“ Diese Erfahrung half ihm, ein Produkt zu entwickeln, das sowohl praktisch als auch kinderfreundlich ist.
Die Erzieherinnen und Erzieher waren begeistert von dem ersten Prototyp. „Der Spind ist super. Endlich haben wir einen Ort, an dem alles seinen Platz hat!“, schwärmte eine Erzieherin. Und das spart letztlich Zeit – sowohl für die Kinder als auch für das Personal.
Lars hat auch an die Sicherheit gedacht. Die Kanten sind abgerundet, und es gibt keine scharfen Stellen, die Kinder verletzen könnten. Das war für ihn besonders wichtig. „Wenn es um Kinder geht, kann man nie vorsichtig genug sein“, meint er und zeigt stolz auf den finalen Prototyp.
Die Herstellung selbst ist für Lars ein kreativer Prozess. In seiner Werkstatt, ausgestattet mit modernen Maschinen, aber auch viel Handarbeit, stellt er sicher, dass jeder Spind mit Liebe und Sorgfalt gefertigt wird. „Ich finde es toll, die Arbeit mit den Händen zu verbinden – das hat etwas Erfüllendes“, erklärt er.
In der heutigen Zeit, in der viele Produkte maschinell und schnell hergestellt werden, hebt sich Lars' Ansatz ab. Er glaubt an die Bedeutung von handwerklicher Qualität. „Das ist nicht nur ein Stück Möbel, das ist ein Teil des Alltags der Kinder.“
Der Spind soll nicht nur praktisch sein, sondern auch zur Identität der Kinder beitragen. Jedes Kind erhält seinen eigenen Spind, der mit seinem Namen beschriftet wird. Dadurch fühlen sie sich gleichviel mehr zugehörig. „Ich habe überlegt, was ihnen ein Gefühl von Wichtigkeit gibt. So fühlt sich jedes Kind besonders“, sagt Lars.
Als die ersten Spinde in die Kitas geliefert wurden, waren die Reaktionen überwältigend. Die Kinder strahlten, als sie ihre neuen Spinde entdeckten. Für Lars war dieser Moment ein Höhepunkt. „Das ist der Grund, warum ich das mache – für das Lächeln der Kinder“, erzählt er.
Die Nachfrage ist mittlerweile so groß, dass er überlegt, sein kleines Unternehmen zu erweitern. „Ich würde gerne noch mehr solcher Produkte entwickeln, die den Kindern helfen, ihren Alltag besser zu organisieren“, sagt er.
Und so ist aus einer einfachen Idee, die aus dem Bedürfnis nach Ordnung entstanden ist, ein liebevoll gestalteter Spind geworden, der das Leben in der Kita ein Stück einfacher und fröhlicher macht. Wer weiß, vielleicht wird Lars bald noch viele weitere innovative Lösungen für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft entwickeln.
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